Warum dagegen?




Es ist eine Frage des persönlichen Stils, wie man in Reden und Vorträgen mit politischen Gegnern oder mit Wettbewerbern umgeht.

Es hat sich eingebürgert, dass man vielfach in politischen Reden auf den Gegner eindrischt, was das Zeug hält. Meistens erhält man dann aus der eigenen Partei kräftigen Applaus. Das man dabei seine Glaubwürdigkeit verliert, merken die Redner erst später.

Etwas anders ist die Situation im wirtschaftlichen Bereich. Hier hat sich ein gewisses Feingefühl entwickelt, und man trifft seltener auf diese massive Wettbewerbsschelte, aber deftige Auseinandersetzungen sind durchaus üblich.

Im Prinzip ist jede Auseinandersetzung mit dem Gegner oder Wettbewerber eine Werbung für die Gegenseite. Schon die Namensnennung schafft Merkspuren.

Feinfühligen Teilnehmern  ist die Verurteilung der Gegner in Abwesenheit peinlich und führt innerlich zu einer Verteidigung des nichtanwesenden Schwächeren.

Die eigene Position, sei es die Partei oder das Unternehmen, ist so stark und bietet so viel Ansatzpunkte, um Vorteile herauszustellen, von denen die Konkurrenten nur träumen können.

In der Umsetzung bedeutet dieses zum Beispiel:
„Es gibt da eine Partei, die vertritt den Standpunkt …! Liebe Parteifreunde, da sind wir uns einig, das ist unsozial und verstößt nicht nur gegen die guten Sitten, sondern auch gegen alle Anstandsregeln…!“

GrundregelNie dagegen, stets dafür!