Demosthenes, der Redner




384 v. Chr. – 322 v. Chr.

Demosthenes galt als bedeutendster Redner der griechischen Antike. Er hatte für einen Rhetoriker jedoch eine zu schwache Stimme. Um seine Aussprache, besonders seine Lautstärke zu verbessern, trainierte er dazu am Strand mit einem Mund voller Kieselsteine gegen Wind und Wellen, mit dem Ziel, das Rauschen der Brandung zu übertönen.

Demosthenes hatte große Lehrmeister.

Platon und auch Aristoteles, Theophrast und Xenokrates sollen zu seinen Lehrern gezählt haben.

Im Jahre 354 v. Chr. betätigte sich der 30-jährige Demosthenes erstmalig als politischer Redner.

Berühmt wurde er durch seine Reden, als 350 v. Chr. die Makedonier die Unabhängigkeit der griechischen Stadtstaaten bedrohten.

Unter der Herrschaft Alexanders des Großen gewann er 330 v. Chr. als Verteidiger einen spektakulären Prozess gegen Aischines als Ankläger. Die in diesem Prozess gehaltenen Reden galten in der Antike als Meisterwerke der Rhetorik.

Heute sind noch über 60 Reden von Demosthenes erhalten, die er vor der Vollversammlung, in Privatprozessen und wegen gesetzwidriger Anträge, gehalten hat, und die für seine überzeugende Rhetorik Beweise geben.

So wirkungsvoll und überzeugend seine Reden auch waren, so hat er sich trotzdem nicht gegen die Politik und gegen die militärisch Überlegenen durchsetzen können.

 

(Quelle: Text und Foto Wikipedia)